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Hello World & Social Media

Wahrheit – Klarheit

Bloggen, what the hell? Der erste Gedanke, der mir unlängst bei einer Lehrveranstaltung an der FH durch den Kopf geisterte. Eine Plattform für Nerds, die darüber berichten wie sie ihre iPads modifizieren, ihre Faschingsmasken selbst basteln, oder ihre Pizza belegen. Nutzloses Wissen, das außer dem Verfasser selbst niemanden sonst interessiert. Eine Plattform, die nur in eine Richtung kommuniziert und dem Blogger das Gefühl vermittelt sich seine seltsamen Gedanken von der Seele zu schreiben und dabei große Aufmerksamkeit im WWW zu erregen. Im besten Fall, so dachte ich, finden sich ein paar Nerds, die ähnliche Ängste haben und tauschen sich dann über die bereits genannten Themen aus. Aber wie so oft im Leben wird man eines besseren belehrt und die Sache sieht danach ganz anders aus, als sie tatsächlich ist.

Zugegebenermaßen bin ich bis dato niemals bewusst auf Blogs gestoßen. Es waren eher die Googletreffer, die mich auf der Suche nach einer Lösung für ein Problem im Alltag (in der Regel in der EDV) oft auf solch „dubioses“ Gekritzel geführt haben. Dass die IT von Nerds nur so überflutet ist, ist mir selbst als IT’ler schon seit langer Zeit bewusst, nicht zuletzt deswegen, weil ich es in meiner beruflichen Laufbahn schon mit mehren Personen dieser Spezies zu tun hatte. Ich möchte das Wort Nerd in diesem Zusammenhang aber ausdrücklich nicht als Schimpfwort benutzen, sondern wie auch auf Wikipedia bereits eher als selbstironische Eigenbezeichnung für „Fachidioten“.So weit, so gut. Ich habe das Wochenende genutzt um mich in der Welt der Blogger umzusehen und bin dabei auf Blogs gestoßen, deren Inhalt nicht so monoton und subjektiv war, wie bisher angenommen. Im Gegenteil, so manches Softwarerelease und so manche Hardwarekomponente wurden besser und detaillierter erklärt als im Manual des Herstellers selbst. Und jetzt erzähl ich euch nur von Blogs die sich mit der EDV befassen.

Vielleicht gibt’s in anderen Blogs dann auch Rezepte oder Basteleien, die selbst mich begeistern können? 🙂

Nun aber zurück zur Lehrveranstaltung………

Social Media Marketing!

Sounds like Facebook, Twitter, Xing und Co dachte ich mir und ich sollte Recht behalten. Die LVA befasste sich mit grundlegenden Begriffen wie Web 2.0, was wie die Meisten von uns noch in Erinnerung hatten bedeutet, dass auf die schon länger vorhandene Web 1.0 Basis eine Struktur aufgebaut wurde, die eine veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internets mit sich brachte. Nicht zuletzt auf Grund von sozialen Netzwerken wird dem Web 2.0 immer mehr Bedeutung zugemessen. Es ist heute jedem Nutzer selbst möglich und überlassen eigene Inhalte im WWW zu veröffentlichen und so mit anderen Usern in Interaktion zu treten. Soziale Netzwerke erfreuen sich immer mehr Teilnehmern, was die Informationen im WWW stetig vorantreibt und steigert. Dies wurde uns vom LVA Leiter Herrn Dr. Conrad Lienhardt eindrucksvoll am Beamer präsentiert. Im wesentlichen habe ich jetzt auch schon beschrieben, was ein soziales Netzwerk eigentlich ausmacht. Grundvoraussetzung ist eine Oberfläche (Webanwendung, Portal), die es mehren Usern ermöglicht untereinander zu kommunizieren. Können die User zusätzlich eigene Inhalte, dem sogenannten User Generated Content) in die Netzwerke einbauen, so spricht man   von sozialen Medien. Unser LVA Leiter blätterte weiter durch seine Folien und präsentierte uns eindrucksvolle Zahlen zu den bekannteren sozialen Netzwerken in Österreich. Ich habe versucht die Folien zu fotografieren, blieb dabei aber auf Grund des schlechten Winkels zur Tafel aber leider erfolglos, weshalb ich die Zahlen noch einmal selbst recherchiert habe. Facebook hat aktuell in Österreich 2.766.660, was knapp 33% der gesamten Bevölkerung bedeutet. Die Anzahl der weiblichen User(innen), nämlich 1.334.600, hinkt der der Männlichen mit 1.407.380 nur knapp hinterher, was meiner Meinung nach auch ein Grund sein könnte, warum dieses Netzwerk so beliebt ist. Selbst Twitter kann 40.322 User (Stand März 2011) verzeichnen und hat mit Armin Wolf keinen Unbekannten an der Spitze, was die Followers anbelangt. Xing ist eher die „seriöse“ Plattform – zumindest ist das meine Meinung. Selbst ich habe im Xing Profil ein Foto mit Hemd, weil die Kontakte überwiegend aus geschäftlichen Beziehungen zustande kommen. Xing unterstützt auch nur den deutschsprachigen Raum, was aber nicht unbedingt ein schlechtes Omen sein muss. Meinen aktuellen Job habe ich immerhin einem Zufall auf Xing zu verdanken – um nicht Vitamin B zu sagen 🙂 Nachdem Herr Dr. Lienhardt uns die Zahlen präsentiert hatte, sorgte er aber auch schon wieder für Verwirrung bei mir und so manche(m)r Kolleg(e)in. Social Bookmarking stand als Überschrift auf der nächsten Folie. Keinen Dau worum es dabei wieder gehen sollte, aber auch dafür gab es eine Erklärung, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Einer der größten Anbieter für soziale Lesezeichen ist Delicious, der diese „Links“ von einer Unzahl an Usern sammelt, damit sie auf die des anderen Users zugreifen können. Auch hier kommt die Interaktion nicht zu kurz und jeder User kann seinen Senf zu den Bookmarks anderer abgeben. Social Bookmarks bieten nicht nur Usern einen großen Vorteil, sondern auch Inhabern von Websites. Immer öfters wird Social Bookmarking zur Suchmaschinenoptimierung angewandt und es wird verlinkt was das Zeug hält. Somit wäscht eine Hand die andere und Websites gewinnen einen höheren Bekanntheitsgrad. Ich möchte hier aber nicht zu sehr ins Detail gehen, weil alle diese Themen äußerst umfangreich sind, was auch zur Folge hat, dass eine solche LVA nicht unberechtigt im Lehrplan aufgenommen wird. Mein persönliches Highlight und der Grund warum ich hier sitze wurde aber nur im „Vorwort“ kurz angeschnitten. DAS Blog. DAS? Glaub ich nicht, dachte ich mir, aber Herr Dr. Lienhardt bestand auf ein sächliches Blog und auch Wikipedia wollten dem Wort kein Geschlecht zuweisen. Beim Blog handelt es sich um ein Journal oder Tagebuch eines Bloggers, der eine Website dazu nutzt Aufzeichnungen zu führen, Sachverhalte zu protokollieren, oder Gedanken nieder zuschreiben. Zum Bloggen gibt es Portale, wie das hiesige WordPress, bei dem man eigentlich nur drauf los schreiben muss. Meiner Einschätzung nach gibt es beim Bloggen keine klar definierte Vorgehensweise oder Richtlinie die unbedingt beachtet werden muss. Uns wurde erzählt, dass es tatsächlich Menschen da draußen gibt, die sich mit Bloggen ihren Lebensunterhalt verdienen. Wenn das so ist, dachte ich mir, muss an der „Bloggerei“ doch was dran sein und ich wurde wie bereits eingangs erwähnt, eines besseren belehrt. Es gibt sicher, wie auf zig anderen Plattformen, auch hier Randgruppen, deren Inhalte unwichtig und dubios erscheinen mögen, aber pauschal ein Urteil zu fällen war völlig überhastet und hat mich nach Jahren dazu bewegt, mir die ganze Sache aus einer anderen Perspektive anzusehen.

Damit sollte mein erster Blogeintrag überhaupt auch langsam ein Ende finden. Ich werde mich weiter mit dieser Materie befassen und bin gespannt, was es in der nächsten LVA zu berichten gibt.

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