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Videoconferencing Teil II

Hallo liebe Mitleser,

Vorweg möchte ich ganz kurz etwas in eigener Sache vermelden, was mich selbst erstaunt hat.

Als ich mich am Wochenende erneut mit diversen Angeboten zu meine aktuellen Projekten, die überwiegend Bestandteil meines Blogs sind, auseinandergesetzt habe, habe ich mir unbewusst auch gleich Gedanken darüber gemacht, wie ich das am besten Bloggen könnte. Das Medium das ich anfangs als völliges Fremdland gesehen habe beginnt langsam immer mehr auch mein Interesse zu wecken. Wesentlicher Bestandteil war das Feedback meiner Kollegen in den Vorlesungen, aber auch die Kommentare von euch. Ich möchte euch deshalb bitten mich weiter tatkräftig mit euren Ansichten und Meinungen zu unterstützen, um das Blog zur interaktiven Plattform zu machen und nicht zu einem reinen Tagebuch.

Vielen Dank dafür!

Doch nun zurück zu Thema!

Videoconferencing lautet erneut der Titel und darauf will ich jetzt noch weiter eingehen. Ich habe es nun geschafft mir alle 3 interessanten Produkte im Livebetrieb anzusehen und bin dabei erneut auf wichtige Informationen gestoßen.

Vorweg einmal soviel: Das günstigste Produkt ist nicht immer das Unbekannte UND das beste Produkt ist grundlegend von unseren Anforderungen als Konsumenten abhängig. Folgende 3 Systeme wurden durchleuchtet:

  • Polycom
  • Cisco Tandberg
  • Lifesize

Für Polycom spricht eine Reihe von Dingen, aber am ehesten wohl, dass sich das Unternehmen ausschließlich mit Videoconferencing beschäftigt und dementsprechend viel monetäre Mittel in Forschung und Entwicklung steckt. Das Produkt wird in Unternehmen verschiedenster Größen eingesetzt und erfüllt grundsätzlich alle unsere Anforderung. Der Haken an der Sache ist, dass die Beratung eher dürftig war und mir der Verkäufer unmissverständlich klar gemacht hat, dass die bisherige Sony Konferenzanlage in die neue Polycom schwer zu integrieren ist. Ergo sollten wir die alte Anlage wegwerfen und nicht wie geplant auf weniger frequentierten Standorten einsetzen.

Erst unlängst hatten wir einen Termin mit einem Berater von Lifesize Konferenzanlagen. Lifesize ist ein Tochterunternehmen von Logitech, die ebenso auf viel in Entwicklung stecken. Lifesize war der erste Anbieter, der HD-Videoconferencing anbieten konnte. In meinem letzten Blogposting war ich noch der Meinung, dass Lifesize als kleiner Nachzügler wohl auch den besten Preis haben würde, worin ich aber grundlegend falsch lag. Die Beratung selbst war eher eine Präsentation der Folien, die wir ohnehin selbst lesen konnten. Glücklicherweise konnten wir die Anlage testen und fanden am anderen Ende der Konferenz einen kompetenten Berater, der uns schlussendlich auch alle unsere Fragen beantworten konnte.

Cisco Tandberg war eigentlich nicht einmal wirklich angedacht für unsere Zwecke. Wir wissen, dass Cisco einen großen Namen in der Netzwelt hat und dementsprechend sehr gute Qualität liefert. Aber auch dass Qualität ihren Preis hat war uns nichts Neues, weshalb das Angebot dann doch für Überraschung sorgen sollte. Das Produkt selbst erfüllt wie auch die beiden vorher genannten sämtliche unsere Anforderungen. Die Qualität der Konferenz war bei der üblichen Bandbreite von ca. 2 Mbit up/down in HD und folge dessen sehr zufriedenstellend. Der große Unterschied lag aber im Vorfeld schon einmal im Beratungsgespräch selbst. Es nahmen sich tatsächlich 3 Mitarbeiter Zeit um die offenen Fragen zu klären. Besonders begrüßt habe ich, dass eine Mitarbeitern dabei war, die für die Angebote zuständig ist und somit sofort Auskünfte über Preise und Konditionen geben konnte, ein weiterer Mitarbeiter konnte das Produkt mit wenigen Worten beschreiben, die unterschiedlichen Möglichkeiten im Aufbau der Anlagen erläutern und ein weiterer alle technischen Rahmenbedingungen klären. Aus Kundensicht also ein perfekter Termin, der nach 120 min ein äußerst positives Gefühl hinterließ. Einige Tage kam dann auch noch ein Angebot, perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten und preislich in einem Bereich, von dem sich Polycom und Lifesize gerne noch etwas abschauen sollten. Außerdem soll die alte Sony Anlage vollständig integriert werden und dementsprechend auch noch auf anderen Standorten im Einsatz sein.

Die Kriterien, die von uns gestellt werden können technisch eigentlich immer umgesetzt werden. Ich bin nur erstaunt darüber, wie unterschiedlich Beratungsgespräche aufgebaut werden können und darüber, dass der ursprünglich vermutete teuerste Anbieter plötzlich doch am Günstigsten anbieten kann.

Da ich nicht Entscheidungsträger bin werde ich nun eine Aufstellung über die 3 Anbieter machen und dementsprechend unserem Management präsentieren. Dennoch werden die Punkte Service und Beratung sicher erwähnt und nicht unerkannt bleiben.

Ich halte euch weiterhin auf dem Laufenden 🙂

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Videoconferencing Teil I

Heute möchte ich, weil es im Moment nicht wirkliche viel anderes zu berichten gibt, wieder einladen an meinem Arbeitsalltag teilzuhaben.

Da das Unternehmen für das ich tätig bin stets auf versucht technisch Up-2-Date zu sein und in Zeiten wie diesen natürlich auch versucht die Kosten zu senken ist mein Vorgesetzter mit einem weiteren Projekt an mich herangetreten. Ziel ist es folglich effizienter zu arbeiten und somit Zeit und Kosten zu sparen. Da wir weiter auf Expansionskurs sind und in aller Herren Länder mittlerweile Vertriebsbüros eröffnen und auf Grund der Verkäufe auch weitere Partnerfirmen akquirieren steht für das heurige Jahr noch das Projekt Videoconferencing ins Haus. Bisher sind 2 Standorte des Konzerns miteinander verbunden, was aber eher recht als schlecht ist. Immerhin ist die Anlage bereits 5(!!!) Jahre alt und basiert auf gebündelten ISDN-Leitungen, die beim besten Willen niemals auch nur annähernd HD Qualität bieten könnten.

Ziel soll es nun also sein langfristig sämtliche Standorte via Videokonferenz zum Hauptstandort zu verbinden um unnötige Reisekosten zu sparen, Vertriebsmitarbeiter aus aller Herren Länder zu schulen, oder mit Kunden (die diese Lösung übrigens bereits größtenteils einsetzen) kurzfristige Sitzungen abzuhalten.

Zur Hardware, die in den Konferenzräumen der Standorte angebracht werden soll, soll auch eine Softwarelösung zum Einsatz kommen, die es einfachen Notebookusern, oder Partnern ermöglichen soll an Konferenzen teilzunehmen. Außerdem bieten die Hersteller solcher Lösungen bereits mobile Clientsoftware für Windows Mobile, iOS, Android, etc.

Da ich mich noch in der Anfangsphase für dieses Projekt befinde und die Rahmenbedingungen noch nicht lückenlos geklärt sind beabsichtige ich euch in dieser weiteren Blogreihe über den Stand der Dinge zu informieren. Bewusst ist mir mittlerweile aber, dass eine solche Lösung bei weitem mehr erfordert, als es der Anschein macht.

HD Qualität zu übertragen erfordert in den meisten Fällen für einen 1:1 Verbindung eine Bandbreit von ca. 1,8 down – 1,8  up Mbit/s , was auch dazu führt, dass man die Infrastruktur bzw. die Anbindung aller Standorte überdenken muss. Von einer Videokonferenz bei einer 1:1 Verbindung kann meiner Ansicht nach aber noch nicht einmal wirklich gesprochen werden. Doch damit nicht genug: Es führt auch dazu, dass Datenströme systematisch priorisiert werden müssen. Die schönste HD-Qualität im Conferencing hilft niemandem weiter, wenn die Datenleitungen am Limit kratzen und das Tagesgeschäft darunter leidet. Die Umstellung bzw. das Projekt beinhaltet also bei weitem mehr als den richtigen Anbieter zu wählen und die Kamera richtig zu fokussieren.

Ich werde mir in den nächsten Wochen in jedem Fall die beiden Flaggschiffe der Videokonferenz Cisco Tandberg und Polycom zu Gemühte führen, aber auch den kleinen Aufsteiger Lifesize aus dem Hause Logitech dabei nicht außer acht lassen. Für mich persönlich ist das Projekt besonders kritisch, da eigentlich bei jeder Konferenz eine Kontrolle meiner Arbeit stattfinden wird und ein Scheitern mir das Leben auf Dauer schwer machen könnte.

Ich hoffe ich konnte euch im Vorfeld einen kleinen Einblick geben. Wenn ihr aus euren Unternehmen Anregungen oder Tipps habt, irgendwelche Inputs liefern könnt, oder einfach nur Fragen habt, so scheut euch bitte nicht einen Comment zu hinterlassen 🙂