Videoconferencing Teil II

Hallo liebe Mitleser,

Vorweg möchte ich ganz kurz etwas in eigener Sache vermelden, was mich selbst erstaunt hat.

Als ich mich am Wochenende erneut mit diversen Angeboten zu meine aktuellen Projekten, die überwiegend Bestandteil meines Blogs sind, auseinandergesetzt habe, habe ich mir unbewusst auch gleich Gedanken darüber gemacht, wie ich das am besten Bloggen könnte. Das Medium das ich anfangs als völliges Fremdland gesehen habe beginnt langsam immer mehr auch mein Interesse zu wecken. Wesentlicher Bestandteil war das Feedback meiner Kollegen in den Vorlesungen, aber auch die Kommentare von euch. Ich möchte euch deshalb bitten mich weiter tatkräftig mit euren Ansichten und Meinungen zu unterstützen, um das Blog zur interaktiven Plattform zu machen und nicht zu einem reinen Tagebuch.

Vielen Dank dafür!

Doch nun zurück zu Thema!

Videoconferencing lautet erneut der Titel und darauf will ich jetzt noch weiter eingehen. Ich habe es nun geschafft mir alle 3 interessanten Produkte im Livebetrieb anzusehen und bin dabei erneut auf wichtige Informationen gestoßen.

Vorweg einmal soviel: Das günstigste Produkt ist nicht immer das Unbekannte UND das beste Produkt ist grundlegend von unseren Anforderungen als Konsumenten abhängig. Folgende 3 Systeme wurden durchleuchtet:

  • Polycom
  • Cisco Tandberg
  • Lifesize

Für Polycom spricht eine Reihe von Dingen, aber am ehesten wohl, dass sich das Unternehmen ausschließlich mit Videoconferencing beschäftigt und dementsprechend viel monetäre Mittel in Forschung und Entwicklung steckt. Das Produkt wird in Unternehmen verschiedenster Größen eingesetzt und erfüllt grundsätzlich alle unsere Anforderung. Der Haken an der Sache ist, dass die Beratung eher dürftig war und mir der Verkäufer unmissverständlich klar gemacht hat, dass die bisherige Sony Konferenzanlage in die neue Polycom schwer zu integrieren ist. Ergo sollten wir die alte Anlage wegwerfen und nicht wie geplant auf weniger frequentierten Standorten einsetzen.

Erst unlängst hatten wir einen Termin mit einem Berater von Lifesize Konferenzanlagen. Lifesize ist ein Tochterunternehmen von Logitech, die ebenso auf viel in Entwicklung stecken. Lifesize war der erste Anbieter, der HD-Videoconferencing anbieten konnte. In meinem letzten Blogposting war ich noch der Meinung, dass Lifesize als kleiner Nachzügler wohl auch den besten Preis haben würde, worin ich aber grundlegend falsch lag. Die Beratung selbst war eher eine Präsentation der Folien, die wir ohnehin selbst lesen konnten. Glücklicherweise konnten wir die Anlage testen und fanden am anderen Ende der Konferenz einen kompetenten Berater, der uns schlussendlich auch alle unsere Fragen beantworten konnte.

Cisco Tandberg war eigentlich nicht einmal wirklich angedacht für unsere Zwecke. Wir wissen, dass Cisco einen großen Namen in der Netzwelt hat und dementsprechend sehr gute Qualität liefert. Aber auch dass Qualität ihren Preis hat war uns nichts Neues, weshalb das Angebot dann doch für Überraschung sorgen sollte. Das Produkt selbst erfüllt wie auch die beiden vorher genannten sämtliche unsere Anforderungen. Die Qualität der Konferenz war bei der üblichen Bandbreite von ca. 2 Mbit up/down in HD und folge dessen sehr zufriedenstellend. Der große Unterschied lag aber im Vorfeld schon einmal im Beratungsgespräch selbst. Es nahmen sich tatsächlich 3 Mitarbeiter Zeit um die offenen Fragen zu klären. Besonders begrüßt habe ich, dass eine Mitarbeitern dabei war, die für die Angebote zuständig ist und somit sofort Auskünfte über Preise und Konditionen geben konnte, ein weiterer Mitarbeiter konnte das Produkt mit wenigen Worten beschreiben, die unterschiedlichen Möglichkeiten im Aufbau der Anlagen erläutern und ein weiterer alle technischen Rahmenbedingungen klären. Aus Kundensicht also ein perfekter Termin, der nach 120 min ein äußerst positives Gefühl hinterließ. Einige Tage kam dann auch noch ein Angebot, perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten und preislich in einem Bereich, von dem sich Polycom und Lifesize gerne noch etwas abschauen sollten. Außerdem soll die alte Sony Anlage vollständig integriert werden und dementsprechend auch noch auf anderen Standorten im Einsatz sein.

Die Kriterien, die von uns gestellt werden können technisch eigentlich immer umgesetzt werden. Ich bin nur erstaunt darüber, wie unterschiedlich Beratungsgespräche aufgebaut werden können und darüber, dass der ursprünglich vermutete teuerste Anbieter plötzlich doch am Günstigsten anbieten kann.

Da ich nicht Entscheidungsträger bin werde ich nun eine Aufstellung über die 3 Anbieter machen und dementsprechend unserem Management präsentieren. Dennoch werden die Punkte Service und Beratung sicher erwähnt und nicht unerkannt bleiben.

Ich halte euch weiterhin auf dem Laufenden 🙂

Softwareverteilung leicht gemacht 2/#

Eine weitere äußerst ereignisreiche Woche neigt sich dem Ende zu. Nicht zuletzt auch darum, weil zwei meiner Kollegen krank waren und somit 40% der Abteilung an Abwesenheit kompensiert werden musste, nein, auch weil ich über die Errichtung eines weiteren Standorts im Unternehmen eingeweiht wurde. Ein weiterer Standort, vor allem, wenn er in geheimer Mission errichtet wird, erfordert dementsprechend rasch verfügbares IT-Equipment und somit auch eine schnelle Reaktion der IT, damit die neuen Kollegen auch sofort zum Business übergehen können. Mich persönlich trifft dabei wieder besonders hart, dass neben den Servern und Clients auch dringend Notebooks installiert und konfiguriert werden müssen. Da wir, wie ihr bereits wisst, an der Effizienz unsere Abteilung arbeiten und gewisse Prozesse beschleunigen, optimieren und automatisieren wollen, bin ich erneut an meinen Vorgesetzten herangetreten, um ihn bezüglich Stand der Dinge punkto Softwareverteilung zu interviewen. In Fällen wie diesem würde uns ein solches Tool enorm viel Arbeit ersparen und den neuen Mitarbeitern die Möglichkeit bieten viel schnell für das Unternehmen zu agieren. Aber vorerst einmal zurück zur Ausgangslage.

Wir haben die für uns wichtige Kriterien an die neue Verteilungssoftware zusammengetragen. Anbei ein kleiner Auszug der wichtigsten Features:

  • Einfache Bedienbarkeit durch die Administratoren
  • Software soll auch die Aufgabe des Lizenzmanagements übernehmen
  • Die Hardwarekomponenten sollen inventarisiert werden, um beispielsweise Serienfehler aufzudecken
  • Es soll zentral eine Datenbank mit Softwaretreibern für die von uns eingesetzte Hardware angelegt werden
  • Softwarepakete und nötige Skripte sollen für die Admins einfach zu erstellen sein
  • Sicherung von Clients anhand von Images soll auch durch die Software übernommen werden
  • Softwareverteilung / Patchverteilung soll dezentral organisiert werden (Software wird via DFS an die Standorte verteilt und dort lokal ausgebreitet)
  • Die Softwaredeinstallation soll auch für jene Anwendungen greifen, die vor Einführung der Distribution installiert wurden. (Skype, Dropbox, etc)
  • Optionale Fernwartung soll durch das Tool gewährleistet sein, auch dann, wenn der Client nicht via VPN verbunden ist, oder im Netzwerk ist
  • Mobile Geräte sollen weitgehend verwaltet und administriert werden
    • Policys
    • Software
    • Remote Control
    • Inventarisierung
    • Remote Wipe
    • Datenverschlüsselung
    • Lokalisierung (bei Baramundi NICHT möglich)
  • Unterstützung von mobilen Geräten
    • Android 2,3,4
    • iOS
    • Win Mobile ab 7.0 bzw. 5.0
  • Erweiterbarkeit Richtung Helpdesk muss gegeben sein. Es soll eine Schnittstelle zu OTRS möglich sein und die Prozesse von ITIL müssen unterstützt werden

Natürlich handelt es sich hierbei nur um einen Auszug der Anforderungen die wir an die Software stellen, aber selbst hierfür ist bedingt durch den großen Aufgabenbereich schon die eierlegende Wollmilchsau notwendig. Die Kernfeatures allerdings werden durch drei von mir betrachteten Tools unterstützt, weshalb ich folgende Programme in den engeren Kreis nehmen möchte:

  • LANDesk Management Suite von Magelan
  • Matrix42
  • Baramundi

LANDesk ist meiner Ansicht nach das Nonplusultra punkto Softwareverteilung, vor allem deswegen, weil sich die Management Suite um viele Module erweitern lässt und so nahezu alle Bereiche der IT-Abteilung abdecken könnte. Aus meiner Sicht ist aktuell das größte Manko, dass nicht alle Betriebssysteme von Smartphones unterstützt werden, was auch aus Sicht unserer IT ein Problem darstellen könnte. Außerdem habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Software in manchen Bereichen bei weitem mehr kann, als von uns eigentlich gefordert wird, was sich auch auf die Usability auswirkt und dementsprechend den Arbeitsalltag erschwert. Apple Produkte werden sehr gut unterstützt, was uns als Android / Win Mobile User leider nicht all zuviel bringen wird. LANDesk lässt sich die Features natürlich auch etwas kosten, was der Kunde natürlich auch zu spüren bekommt.

Matrix42 ist sehr betriebssystemlastig, was uns zwar in die Karten spielt, nicht allerdings unsere heterogenen Clientgestaltung. Die Unterschiede der installierten Softwarepakete in den Abteilungen könnten größer nicht sein. Im Gegenzug werden mobile Devices sehr gut unterstützt und auch eine Erweiterung punkto Remote Control von Smartphones ist in Planung. Matrix42 hat es sich auf jeden Fall verdient noch einmal mit Baramundi gemessen zu werden, da sich diese beiden Produkte preislich im selben Segment bewegen.

Baramundi wurden uns erst vor wenigen Tagen von einem langjährigen Partner präsentiert. Begeistert war ich von der einfachen Bedienbarkeit der Software und den umfangreichen Features, die sich sehr gut in unser Anforderungsprofil fügen. Die Erstellung von Softwarepaketen und die Administration ist für den klassischen Windows Admin ein leichtes Unterfangen und die Übersicht ist bestens gegeben. Das Interface selbst ist nicht mit Buttons überladen und die Menüs sind gut strukturiert. Baramundi entspricht eigentlich am besten unseren Erwartungen, da meiner Ansicht nach das Preis-. Leistungsverhältnis hier perfekt ist. Ein Manko ist aber in jedem Fall, dass Baramundi keine Referenzen wie die beiden erstgenannten Anbieter aufzuweisen hat, was uns schon fast zum Beta-Tester machen würde.

Alle drei der genannten Produkte bringen im Sommer neue Releases, die wir aber eigentlich nicht mehr abwarten möchten. Abwarten möchten wir aber in jedem Fall noch, um welche Features sich die Software erweitern wird. Solche Informationen sind in der Regel bereits im Vorfeld bekannt. Es werden in den nächsten Tagen auf jeden Fall vertiefte Gespräche geführt, um den Nutzen und die Kosten abzuwägen und um die Auswahl um zumindest ein Produkt zu reduzieren.

Aufgabe der nächsten Tage wird es also sein, den wirtschaftlichen Aspekt zu betrachten und die Bedienbarkeit der Pakete zu evaluieren bzw. gegenüber zu stellen. Eine Entscheidung sollte bis Ende Mai dieses Jahres fallen.

Noch Fragen? 🙂

Videoconferencing Teil I

Heute möchte ich, weil es im Moment nicht wirkliche viel anderes zu berichten gibt, wieder einladen an meinem Arbeitsalltag teilzuhaben.

Da das Unternehmen für das ich tätig bin stets auf versucht technisch Up-2-Date zu sein und in Zeiten wie diesen natürlich auch versucht die Kosten zu senken ist mein Vorgesetzter mit einem weiteren Projekt an mich herangetreten. Ziel ist es folglich effizienter zu arbeiten und somit Zeit und Kosten zu sparen. Da wir weiter auf Expansionskurs sind und in aller Herren Länder mittlerweile Vertriebsbüros eröffnen und auf Grund der Verkäufe auch weitere Partnerfirmen akquirieren steht für das heurige Jahr noch das Projekt Videoconferencing ins Haus. Bisher sind 2 Standorte des Konzerns miteinander verbunden, was aber eher recht als schlecht ist. Immerhin ist die Anlage bereits 5(!!!) Jahre alt und basiert auf gebündelten ISDN-Leitungen, die beim besten Willen niemals auch nur annähernd HD Qualität bieten könnten.

Ziel soll es nun also sein langfristig sämtliche Standorte via Videokonferenz zum Hauptstandort zu verbinden um unnötige Reisekosten zu sparen, Vertriebsmitarbeiter aus aller Herren Länder zu schulen, oder mit Kunden (die diese Lösung übrigens bereits größtenteils einsetzen) kurzfristige Sitzungen abzuhalten.

Zur Hardware, die in den Konferenzräumen der Standorte angebracht werden soll, soll auch eine Softwarelösung zum Einsatz kommen, die es einfachen Notebookusern, oder Partnern ermöglichen soll an Konferenzen teilzunehmen. Außerdem bieten die Hersteller solcher Lösungen bereits mobile Clientsoftware für Windows Mobile, iOS, Android, etc.

Da ich mich noch in der Anfangsphase für dieses Projekt befinde und die Rahmenbedingungen noch nicht lückenlos geklärt sind beabsichtige ich euch in dieser weiteren Blogreihe über den Stand der Dinge zu informieren. Bewusst ist mir mittlerweile aber, dass eine solche Lösung bei weitem mehr erfordert, als es der Anschein macht.

HD Qualität zu übertragen erfordert in den meisten Fällen für einen 1:1 Verbindung eine Bandbreit von ca. 1,8 down – 1,8  up Mbit/s , was auch dazu führt, dass man die Infrastruktur bzw. die Anbindung aller Standorte überdenken muss. Von einer Videokonferenz bei einer 1:1 Verbindung kann meiner Ansicht nach aber noch nicht einmal wirklich gesprochen werden. Doch damit nicht genug: Es führt auch dazu, dass Datenströme systematisch priorisiert werden müssen. Die schönste HD-Qualität im Conferencing hilft niemandem weiter, wenn die Datenleitungen am Limit kratzen und das Tagesgeschäft darunter leidet. Die Umstellung bzw. das Projekt beinhaltet also bei weitem mehr als den richtigen Anbieter zu wählen und die Kamera richtig zu fokussieren.

Ich werde mir in den nächsten Wochen in jedem Fall die beiden Flaggschiffe der Videokonferenz Cisco Tandberg und Polycom zu Gemühte führen, aber auch den kleinen Aufsteiger Lifesize aus dem Hause Logitech dabei nicht außer acht lassen. Für mich persönlich ist das Projekt besonders kritisch, da eigentlich bei jeder Konferenz eine Kontrolle meiner Arbeit stattfinden wird und ein Scheitern mir das Leben auf Dauer schwer machen könnte.

Ich hoffe ich konnte euch im Vorfeld einen kleinen Einblick geben. Wenn ihr aus euren Unternehmen Anregungen oder Tipps habt, irgendwelche Inputs liefern könnt, oder einfach nur Fragen habt, so scheut euch bitte nicht einen Comment zu hinterlassen 🙂

April, April

Wer kennt das nicht? Da wacht man an einem strahlenden Sonntag Morgen auf und wird gleich mit einer Unzahl an positiven oder negativen Meldungen konfrontiert. So geschehen heute Früh bei mir. Als ich mir die Zeitung vor der Wohnungstüre geholt habe hat mich meine Nachbarin sofort darauf hingewiesen, dass mir jemand die Reifen beim Auto zerstochen hat. In weiterer Folge erstmal durchatmen um auf Facebook zu lesen, dass Karl-Heinz Grasser festgenommen wurde.

Nachdem sich beide Meldungen als Enten erwiesen haben nutzte ich die Zeit das Internet nach weiteren Aprilschandtaten zu durchforsten und wurde auf lustige Aprilscherze aufmerksam, die ich euch nicht vorenthalten möchte 🙂

Als erstes Google Maps, deren Karten heute in Zelda Manier in 8 Bit dargestellt wurden und mich an die Zeit als Nintendo Hero zurückschweifen ließen.

Hier eine detaillierte Ansicht von Linz heute Früh von Google Maps:

In weiterer Folge stieß ich auf ein Youtube Video, das Werbung für die Youtube Collection macht. Es ist jetzt also möglich Youtube auf DVD zu kaufen – Frei Haus werden die Datenträger in 175 LKW’s angeliefert – na bitte sehr 🙂

Die FAZ berichtete von einer erneuten Rechtschreibreform in Deutschland um sich an das Tastaturlayout anzupassen.

Freiberger Pilsener Bier gibt’s als Konzentrat (Mischverhältnis 1:7)

Die Sommerzeit wird rückgängig gemacht, weil AVM’s Fritz!Box damit Probleme hat

iPad2 auf iPad3 umrüsten

 

Es gibt natürlich noch unzählige weitere Aprilscherze vor allem aus Sport und Politik, aber die genannten hattens meiner Ansicht nach schon in sich.

Und nächstes Jahr?

Wird’s nicht anders sein und wieder werd ich drauf reinfallen 🙂

 

 

Softwareverteilung leicht gemacht 1/#

Soeben nach einem anstrengenden Tag, der mir Dank Veranstalter jede Menge gutes Essen beschert hat, vom Vortrag aus Wien zurück. Da eines meiner aktuellen Projekte die Einführung einer Lösung ist, die automatisch Software auf Server, Desktops, Handhelds und mobile Geräte verteilt, möchte ich euch ein bisschen in die Welt der Software Distribution einweihen.

Gleich vorweg: Es war das zweite Produkt, das ich im Livebetrieb kennen lernen durfte und ich war begeistert von den Features, die um ein solches Tool geboten werden. Aus Sicht eines IT-Mitarbeiters ensteht beim richtigen Einsatz enormes Einsparungspotential und man kann sich den Dingen widmen, die einen fordern. PC’s neu aufsetzen war gestern!

Stellt euch einmal folgendes Szenario vor:

Ihr seid Mitarbeiter in der IT eines Unternehmens, das an die 300 PC’s + Notebook und noch einmal so viele Mobiltelefone im Gerätepool hat. Das Jahr hat bekanntlich 365 Tage, wovon im 52 * 2 auf Wochenenden fallen. Weiteres fallen 2012 15 Feiertage in die Zeit von Mo-Fr, was unterm Strich bedeutet, dass 246 Tage zu arbeiten sind, ohne den Urlaub/Krankenstand berücksichtigt zu haben. Hat jeder PC / jedes Notebook nur ein mal pro Jahr ein gröberes Problem muss man sich in der IT also um 1,2 Clients pro Tag kümmern. Ein gröberes Problem sind beispielsweise Festplattencrashes, defekte Dateisysteme oder hartnäckige Viren. Zudem werden in meinem speziellen Fall alle 2-3 Jahre die Rechner erneuert, da dann die Garantie abläuft.

Jeder kennt das Spiel mit dem neu Aufsetzen. Ein Arbeitstag geht dabei schnell verloren und selbst dann ist die Zufriedenheit des Mitarbeiters nicht gewährleistet, da softwareseitig jeder Mitarbeiter und jede Abteilung eigene Anwendungen benötigen. In der Firma in der ich tätig bin ist es aber auch noch so, dass nicht alle Rechner auch umgehend greifbar sind. Der Versand aus England, die Reparatur und der Versand zurück verschlucken gut und gerne 4-5 Arbeitstage.

Dazu kommt, dass Microsoft und Konsorten punkto Lizenzierung sehr pingelig sind und die Strafen für nicht lizenzierte Software teilweise sehr empfindlich sind. Aber woher weiß man, welcher Mitarbeiter, welche Version auf seinem Rechner (legal) installiert hat? Wie behält man die Übersicht darüber, welche Software kaum bis gar nicht genutzt wird und eigentlich nur Lizenzkosten verschluckt?

Dieses Beispiel sollte nur zum Einstieg dienen, damit auch Nicht-IT’ler wissen worum es mir geht. Unsere Abteilung hat sich also entschlossen Zeit zu sparen, die sinnvoller eingesetzt werden kann und nach einer Lösung für dieses Problem zu suchen begonnen.

Wir begaben uns also auf die Suche nach einem kleinen Software-Allround-Wunder, das unseren Vorstellungen entsprechen sollte und auch finanziell in Reichweite ist. Spätestens bei der ersten Vorführung der Software 1, wurde mir klar, dass sich viele schlaue Köpfe schon eingehendst mit meinen Problemen befasst haben.

Bald wird es mir nach einmaliger Konfiguration möglich sein alles vom Schreibtisch aus zu erledigen, ohne mich durch unzählige Setup’s zu klicken.

Beide Lösungen bieten folgenden Features:

  • direkte Anbindung an den Helpdesk mit voller Unterstützung der zertifizierten ITIL Prozesse
  • Verwaltung von mobilen Devices (Inventarisierung, Roamingkontrolle, Fernwartung, Sperre für unnötige Appinstallationen)
  • Sicherung der PC’s und Notebook in Form von Images (damit kann im Fall des Falls der aktuelle Datenstand wiederhergestellt werden)
  • Ausgeschiedene Clients werden auch im Active Directory gelöscht, was dazu führt, dass die Übersicht bestehen bleibt
  • Lizenzen können genau überprüft und zugeordnet werden
  • Mitarbeiter-, bzw. abteilungsbezogene Installationen können vorkonfiguriert werden
  • Selbst Clients die nicht im Netzwerk oder via VPN verbunden sind können dank der Cloud mit Software versorgt und gewartet werden
  • Plattformunabhängig
  • Ein Server dieser Software kann bis zu 100.000 Clients versorgen

Soviel zum ersten Teil meines Projekts. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Welt der Softwaredistribution geben. Ich werde euch natürlich auf dem laufenden halten, welche Lösung wir genauer betrachten werden und warum wir uns dafür entschieden haben.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir Feedback geben könntet, oder eure Fragen postet 🙂

Hello World & Social Media

Wahrheit – Klarheit

Bloggen, what the hell? Der erste Gedanke, der mir unlängst bei einer Lehrveranstaltung an der FH durch den Kopf geisterte. Eine Plattform für Nerds, die darüber berichten wie sie ihre iPads modifizieren, ihre Faschingsmasken selbst basteln, oder ihre Pizza belegen. Nutzloses Wissen, das außer dem Verfasser selbst niemanden sonst interessiert. Eine Plattform, die nur in eine Richtung kommuniziert und dem Blogger das Gefühl vermittelt sich seine seltsamen Gedanken von der Seele zu schreiben und dabei große Aufmerksamkeit im WWW zu erregen. Im besten Fall, so dachte ich, finden sich ein paar Nerds, die ähnliche Ängste haben und tauschen sich dann über die bereits genannten Themen aus. Aber wie so oft im Leben wird man eines besseren belehrt und die Sache sieht danach ganz anders aus, als sie tatsächlich ist.

Zugegebenermaßen bin ich bis dato niemals bewusst auf Blogs gestoßen. Es waren eher die Googletreffer, die mich auf der Suche nach einer Lösung für ein Problem im Alltag (in der Regel in der EDV) oft auf solch „dubioses“ Gekritzel geführt haben. Dass die IT von Nerds nur so überflutet ist, ist mir selbst als IT’ler schon seit langer Zeit bewusst, nicht zuletzt deswegen, weil ich es in meiner beruflichen Laufbahn schon mit mehren Personen dieser Spezies zu tun hatte. Ich möchte das Wort Nerd in diesem Zusammenhang aber ausdrücklich nicht als Schimpfwort benutzen, sondern wie auch auf Wikipedia bereits eher als selbstironische Eigenbezeichnung für „Fachidioten“.So weit, so gut. Ich habe das Wochenende genutzt um mich in der Welt der Blogger umzusehen und bin dabei auf Blogs gestoßen, deren Inhalt nicht so monoton und subjektiv war, wie bisher angenommen. Im Gegenteil, so manches Softwarerelease und so manche Hardwarekomponente wurden besser und detaillierter erklärt als im Manual des Herstellers selbst. Und jetzt erzähl ich euch nur von Blogs die sich mit der EDV befassen.

Vielleicht gibt’s in anderen Blogs dann auch Rezepte oder Basteleien, die selbst mich begeistern können? 🙂

Nun aber zurück zur Lehrveranstaltung………

Social Media Marketing!

Sounds like Facebook, Twitter, Xing und Co dachte ich mir und ich sollte Recht behalten. Die LVA befasste sich mit grundlegenden Begriffen wie Web 2.0, was wie die Meisten von uns noch in Erinnerung hatten bedeutet, dass auf die schon länger vorhandene Web 1.0 Basis eine Struktur aufgebaut wurde, die eine veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internets mit sich brachte. Nicht zuletzt auf Grund von sozialen Netzwerken wird dem Web 2.0 immer mehr Bedeutung zugemessen. Es ist heute jedem Nutzer selbst möglich und überlassen eigene Inhalte im WWW zu veröffentlichen und so mit anderen Usern in Interaktion zu treten. Soziale Netzwerke erfreuen sich immer mehr Teilnehmern, was die Informationen im WWW stetig vorantreibt und steigert. Dies wurde uns vom LVA Leiter Herrn Dr. Conrad Lienhardt eindrucksvoll am Beamer präsentiert. Im wesentlichen habe ich jetzt auch schon beschrieben, was ein soziales Netzwerk eigentlich ausmacht. Grundvoraussetzung ist eine Oberfläche (Webanwendung, Portal), die es mehren Usern ermöglicht untereinander zu kommunizieren. Können die User zusätzlich eigene Inhalte, dem sogenannten User Generated Content) in die Netzwerke einbauen, so spricht man   von sozialen Medien. Unser LVA Leiter blätterte weiter durch seine Folien und präsentierte uns eindrucksvolle Zahlen zu den bekannteren sozialen Netzwerken in Österreich. Ich habe versucht die Folien zu fotografieren, blieb dabei aber auf Grund des schlechten Winkels zur Tafel aber leider erfolglos, weshalb ich die Zahlen noch einmal selbst recherchiert habe. Facebook hat aktuell in Österreich 2.766.660, was knapp 33% der gesamten Bevölkerung bedeutet. Die Anzahl der weiblichen User(innen), nämlich 1.334.600, hinkt der der Männlichen mit 1.407.380 nur knapp hinterher, was meiner Meinung nach auch ein Grund sein könnte, warum dieses Netzwerk so beliebt ist. Selbst Twitter kann 40.322 User (Stand März 2011) verzeichnen und hat mit Armin Wolf keinen Unbekannten an der Spitze, was die Followers anbelangt. Xing ist eher die „seriöse“ Plattform – zumindest ist das meine Meinung. Selbst ich habe im Xing Profil ein Foto mit Hemd, weil die Kontakte überwiegend aus geschäftlichen Beziehungen zustande kommen. Xing unterstützt auch nur den deutschsprachigen Raum, was aber nicht unbedingt ein schlechtes Omen sein muss. Meinen aktuellen Job habe ich immerhin einem Zufall auf Xing zu verdanken – um nicht Vitamin B zu sagen 🙂 Nachdem Herr Dr. Lienhardt uns die Zahlen präsentiert hatte, sorgte er aber auch schon wieder für Verwirrung bei mir und so manche(m)r Kolleg(e)in. Social Bookmarking stand als Überschrift auf der nächsten Folie. Keinen Dau worum es dabei wieder gehen sollte, aber auch dafür gab es eine Erklärung, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Einer der größten Anbieter für soziale Lesezeichen ist Delicious, der diese „Links“ von einer Unzahl an Usern sammelt, damit sie auf die des anderen Users zugreifen können. Auch hier kommt die Interaktion nicht zu kurz und jeder User kann seinen Senf zu den Bookmarks anderer abgeben. Social Bookmarks bieten nicht nur Usern einen großen Vorteil, sondern auch Inhabern von Websites. Immer öfters wird Social Bookmarking zur Suchmaschinenoptimierung angewandt und es wird verlinkt was das Zeug hält. Somit wäscht eine Hand die andere und Websites gewinnen einen höheren Bekanntheitsgrad. Ich möchte hier aber nicht zu sehr ins Detail gehen, weil alle diese Themen äußerst umfangreich sind, was auch zur Folge hat, dass eine solche LVA nicht unberechtigt im Lehrplan aufgenommen wird. Mein persönliches Highlight und der Grund warum ich hier sitze wurde aber nur im „Vorwort“ kurz angeschnitten. DAS Blog. DAS? Glaub ich nicht, dachte ich mir, aber Herr Dr. Lienhardt bestand auf ein sächliches Blog und auch Wikipedia wollten dem Wort kein Geschlecht zuweisen. Beim Blog handelt es sich um ein Journal oder Tagebuch eines Bloggers, der eine Website dazu nutzt Aufzeichnungen zu führen, Sachverhalte zu protokollieren, oder Gedanken nieder zuschreiben. Zum Bloggen gibt es Portale, wie das hiesige WordPress, bei dem man eigentlich nur drauf los schreiben muss. Meiner Einschätzung nach gibt es beim Bloggen keine klar definierte Vorgehensweise oder Richtlinie die unbedingt beachtet werden muss. Uns wurde erzählt, dass es tatsächlich Menschen da draußen gibt, die sich mit Bloggen ihren Lebensunterhalt verdienen. Wenn das so ist, dachte ich mir, muss an der „Bloggerei“ doch was dran sein und ich wurde wie bereits eingangs erwähnt, eines besseren belehrt. Es gibt sicher, wie auf zig anderen Plattformen, auch hier Randgruppen, deren Inhalte unwichtig und dubios erscheinen mögen, aber pauschal ein Urteil zu fällen war völlig überhastet und hat mich nach Jahren dazu bewegt, mir die ganze Sache aus einer anderen Perspektive anzusehen.

Damit sollte mein erster Blogeintrag überhaupt auch langsam ein Ende finden. Ich werde mich weiter mit dieser Materie befassen und bin gespannt, was es in der nächsten LVA zu berichten gibt.